
Das Problem mit der Hufeisennatter (Hemorrhois hippocrepis) auf Ibiza nimmt weiter zu. Laut der Tageszeitung Diario de Ibiza stellt diese Schlange eine Bedrohung für das ökologische Gleichgewicht der Insel dar, da sie vor allem die endemische Pityusen-Eidechse jagt.
Laut Seprona, der Naturschutzeinheit der Guardia Civil, kann eine Bissverletzung dann kritisch werden, wenn einer der feinen, kleinen Zähne der Schlange im Gewebe stecken bleibt und in den Blutkreislauf gerät.
Aus diesem Grund raten Experten, dass man im Falle eines Bisses die Schlange mit ins Krankenhaus nimmt, damit das medizinische Personal die Zähne der Schlange zählen kann, um sicherzustellen, dass keiner davon in der Wunde zurückgeblieben ist.
Ein Vorfall dieser Art ereignete sich im vergangenen Jahr in Sevilla, als ein Mann nach einem Biss ins Krankenhaus kam und die Guardia Civil gerufen wurde, um die Zähne der Schlange zu überprüfen.
Der Herpetologe Enrique Ayllón stellt aber klar, dass es keinen Grund zur Panik gibt. Die Schlangen auf Ibiza sind weder giftig noch aggressiv gegenüber Menschen.
Was tun, wenn man einer Schlange begegnet?
Die Empfehlung ist eindeutig: Man sollte versuchen, die Schlange zu fangen und zu verhindern, dass sie entkommt. Ist dies nicht möglich, gibt es zwei Optionen:
- Die Schlange töten (da sie nicht unter Artenschutz steht, ist dies erlaubt)
- Den Notruf 112 wählen, um sie fachgerecht einfangen zu lassen.
Falls man sie einfängt, sollte sie in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt werden, z. B. in einer Box ohne Öffnungen, einer Flasche oder einer Stofftasche – sogar ein Kopfkissenbezug eignet sich.
Da das Problem der Schlangenverbreitung auf Ibiza weiter zunimmt, fordern Experten dringend effektive Maßnahmen, um die Ausbreitung einzudämmen.











