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Nach dem Vorbild Formenteras

Begrenzte Fahrgenehmigungen in den Sommermonaten: Der Inselrat von Ibiza macht Ernst

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Foto: Irene Vila

Der Inselrat von Ibiza hat am Freitag einem Entwurf zugestimmt, der als Blaupause für geplante Fahrbeschränkungen dienen soll. Als Vorbild, so die Tageszeitung Diario de Ibiza, diene dabei die Nachbarinsel Formentera mit ihrer Zugangsbeschränkung für motorisierte Fahrzeuge, formentera.eco genannt. Auf Ibizas Nachbarinsel legt die Inselregierung seit Jahren fest, wie viele Autos und Motorräder in den besucherstarken Sommermonaten eingeführt und auf den Straßen der Insel fahren dürfen. Genehmigungen müssen online beantragt und bezahlt werden.

Angesichts endloser Staus und wilden Parkpraktiken von Urlaubern, insbesondere in der Hochsaison, hatte der Inselrat von Ibiza schon länger darüber nachgedacht, ein ähnliches System wie Formentera auf die Beine zu stellen. Mit dem am Freitag verabschiedeten Papier, so die Zeitung, sei ein entscheidender Schritt in diese Richtung getan worden. In einer Mitteilung an die Medien sprach die Inselregierung von einer Maßnahme, die darauf ausgerichtet sei, den „exzessiven Tourismus aus Gründen der Nachhaltigkeit“ in die Schranken zu weisen.

Sollte der Entwurf vom balearischen Landesparlament in dieser Form verabschiedet werden, könnte der Inselrat in Zukunft darüber entscheiden, wie viele motorisierte Fahrzeuge auf die Insel eingeführt und auf den Straßen genutzt werden dürfen. Nach Darstellung von Diario de Ibiza werde gegenwärtig erwogen, für Ibiza-Residenten und Arbeitnehmer Ausnahmeregelungen zu finden. Ebenfalls von den Einschränkungen nicht betroffen wären unter anderem Fahrzeuge von behinderten Menschen, kommerzielle Transportunternehmen, Behörden- und Rettungsfahrzeuge.

Noch unklar sei, so das Regionalblatt, in welcher Form zugelassene Fahrzeuge identifizierbar sein werden. Demnach schwebt dem Inselrat entweder die Einführung einer Plakette vor, die gut sichtbar am Fahrzeug angebracht werden müsste. Oder ein engmaschiges Netz moderner Kameras, die auf den Straßen der Insel automatisch Fahrzeuge ohne Fahrgenehmigung identifizieren und die entsprechenden Daten zur Bearbeitung von Bußgeldern weiterleiten.

Die zahlenmäßige Deckelung soll nach Worten von Inselratspräsident Vicent Marí (Volkspartei PP) auch für Mietwagen und Campingfahrzeuge gelten. Für Erstere soll eine maximale Anzahl festgelegt werden, die in den Sommermonaten zu Zweck der Vermietung auf die Insel eingeführt werden darf. Campingfahrzeuge hingegen müssten bei Beantragung einer Fahrgenehmigung einen Buchungsbeleg für einen Stellplatz auf einem Campingplatz vorlegen.

Bei Zuwiderhandlungen drohten Fahrzeughaltern teils empfindliche Geldbußen, so die Zeitung. Wer beispielsweise ohne Fahrgenehmigung auf den Straßen der Insel angetroffen werde, soll zwischen 1.001 und 10.000 Euro berappen müssen. Für Wiederholungstäter könnte diese Summe auf bis zu 30.000 Euro steigen und eine zeitweise Stilllegung des Fahrzeugs bedeuten.

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