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Illegales Wohnen

Bauruine vollständig geräumt

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Das betreffende Gebäude. Foto: Periódico de Ibiza y Formentera
Nach jahrelangen Problemen ist das Lager in der Bauruine in Punta Xinxó vollständig geräumt worden. Laut Angaben der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera verlief der gerichtlich angeordnete Einsatz am Freitag ohne Zwischenfälle. Während die Gemeinde noch vor wenigen Wochen davon ausgegangen war, dass dort zeitweise mehr als 200 Menschen lebten, befanden sich zum Zeitpunkt der Räumung nur noch vier Personen im Gebäude. Sie wurden von den Einsatzkräften identifiziert und verließen das Gelände freiwillig. Bürgermeister Vicent Roig sprach von einem reibungslosen Ablauf. Nun sollen zunächst die über Jahre angesammelten Abfälle beseitigt und das Gelände gereinigt werden. Der Eigentümer habe zugesagt, das Areal erneut einzuzäunen und rund um die Uhr bewachen zu lassen, um eine erneute Besetzung zu verhindern. Roig machte außerdem deutlich, dass das Gebäude langfristig verschwinden solle. Sollte die Gemeinde im laufenden Gerichtsverfahren Recht bekommen, werde der Abriss angeordnet.

Nach dem Einsatz bot sich im Inneren des Gebäudes ein erschütterndes Bild. Die Räume waren von Müll, alten Matratzen, Kleidungsstücken, improvisierten Trennwänden und persönlichen Gegenständen geprägt. In einigen Bereichen standen noch Kochutensilien oder hingen Kleidungsstücke zum Trocknen, was auf den überstürzten Auszug vieler Bewohner hindeutete. Gleichzeitig war deutlich zu erkennen, dass das Gebäude bereits in den Tagen vor der Räumung nach und nach verlassen worden war. Die Gemeindeverwaltung richtet ihren Blick nun auf weitere Siedlungen. Roig betonte dabei die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Eigentümern. Wo diese die Verfahren unterstützten, ließen sich Räumungen deutlich einfacher umsetzen. Kritisch äußerte er sich hingegen zu anderen Fällen, bei denen Grundstückseigentümer nach Ansicht der Gemeinde nicht ausreichend kooperierten.

Auch die Zukunft der geräumten Bewohner wurde thematisiert. Nach Angaben des Bürgermeisters hätten die Sozialdienste allen geholfen, die Unterstützung beantragt hätten. Gleichzeitig stellte er klar, dass die Gemeinde selbst keinen Wohnraum zur Verfügung habe und daher nur begrenzt helfen könne. Für die Anwohner bedeutet die Räumung vor allem mehr Sicherheit. Der Vorsitzende der benachbarten Wohnanlage erklärte, in den vergangenen Jahren hätten nicht nur Müll und unangenehme Gerüche belastet, sondern vor allem das ständige Gefühl der Unsicherheit. Viele Bewohner seien zwar lediglich auf der Suche nach einer Unterkunft gewesen, dennoch habe es immer wieder Polizeieinsätze und Personen gegeben, die den Behörden bereits bekannt gewesen seien. Nun hoffen die Nachbarn, dass das Gebäude tatsächlich abgerissen wird und sich das Problem nicht lediglich an einen anderen Ort der Insel verlagere.

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