
Die Gesundheitsbehörde der Balearen unter Leitung von Manuela García gegen das geplante Rauchverbot auf Terrassen von Bars und Restaurants aus. Stattdessen setzt die Behörde auf die freiwillige Einrichtung von „Rauchfreien Zonen“, unterstützt durch steuerliche Anreize und Qualitätssiegel. Das geplante nationale Antitabakgesetz sieht hingegen umfassende Einschränkungen vor – darunter ein Rauchverbot an Stränden, Bushaltestellen, vor Clubs, in Firmenfahrzeugen sowie an weiteren öffentlichen Orten.
Das Amt teilt zwar das Ziel einer rauchfreien Generation bis 2030, hält ein generelles Verbot aber nicht für die wirksamste Lösung und fokussiert auf Prävention, Entwöhnung und Schutz der Nichtraucher. Ein bestehendes Beispiel sei das balearische Netzwerk „Rauchfreie Strände“ mit bereits 53 Strandabschnitten, so die Tageszeitung Diario de Ibiza.
Auch der Verband der Gastronomie stellt sich gegen das Verbot. Juan Miguel Ferrer, Präsident von Restauración CAEB, bezeichnet es als „unverhältnismäßig“ und warnt vor negativen Effekten für den Tourismus. Laut einer Umfrage von Hostelería de España sehen 69,3 % der Befragten Aufklärungskampagnen als wirksamer an als Verbote; mehr als die Hälfte hält ein Terrassenverbot nicht für dringend.
Das Gesundheitsministerium will mit der Reform den Tabakkonsum um bis zu 2 % senken und dem Gesundheitssystem Einsparungen von 100 bis 200 Millionen Euro jährlich bringen. Geplant sind unter anderem neutrale Verpackungen, das Ende von Raucherclubs. Außerdem sollen die E-Zigaretten mit Tabakprodukten gleichgestellt werden.
Trotz der Debatte berichten Tabakhändler auf Mallorca von stabilen Verkaufszahlen. Einzige Veränderung: mehr Nachfrage nach Tabak zum Selbstdrehen.











