
Die Luxus-Urbanisation Roca Llisa setzt künftig auf eine autonome Drohne mit künstlicher Intelligenz zur Überwachung des Geländes. Nach Angaben der Tageszeitung Diario de Ibiza handelt es sich dabei um das erste System dieser Art in einer europäischen Wohnanlage. Die neue Technologie kostet laut den Betreibern ab rund 30.000 Euro pro Einheit. Die Verantwortlichen sehen darin einen möglichen Modellversuch für weitere Wohnanlagen und Küstenregionen im Mittelmeerraum.
Die Drohne soll rund um die Uhr dabei helfen, mögliche Brände frühzeitig zu erkennen und gleichzeitig die Sicherheit gegen Einbrüche erhöhen. Das System startet, landet und lädt sich automatisch auf. Unterstützt wird die Technik von Wärmebildkameras und einer KI, die ungewöhnliche Temperaturen erkennt und automatisch Alarm auslöst. Aktuell ist zunächst eine Drohne im Einsatz, künftig sollen es insgesamt fünf werden, um die gesamte Urbanisation in Echtzeit überwachen zu können. Laut Sicherheitschef Fermín Gómez arbeitet das System bereits jetzt permanent und könne sowohl Waldgebiete als auch Zufahrten und sensible Bereiche kontrollieren.
Besonders nachts kommt die Drohne zum Einsatz, um verdächtige Bewegungen oder Personen in schwer einsehbaren Gebieten zu entdecken. Nach Angaben der Betreiber konnten mit den bisherigen Drohnensystemen bereits mehrere Einbruchsversuche verhindert sowie kleinere Brandherde frühzeitig erkannt werden. Die Urbanisation reagiert wegen des großen Waldbrands von 2011 besonders sensibel auf das Thema Brandschutz. Damals zerstörte ein Feuer mehr als 100 Hektar Wald rund um Roca Llisa und zwang zahlreiche Bewohner zur Evakuierung.















