
+++UNWETTER SPEZIAL +++
Auch die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet über weitere Vorfälle aufgrund der anhaltenden Starkregenfälle.
Die Bürger von Ibiza und Formentera erhielten Warnmeldungen auf ihren Handys: Sie sollen Aufenthalte im Freien vermeiden, sich von Wasserläufen und Unterführungen fernhalten und bei Wassereinbruch in höhere Stockwerke gehen. Der öffentliche Nahverkehr wird vorsorglich eingestellt, Eltern werden gebeten, ihre Kinder in den Schulen zu belassen, da sie dort sicher seien.
Im Gesundheitszentrum von Can Misses müssen nahezu alle Sprechstunden abgesagt werden, da es durch zahlreiche Wasserlecks buchstäblich in die Behandlungsräumen regnet. Patienten schildern, dass Böden komplett durchnässt seien und Wasser von den Decken rinnt – in einem Gebäude, das erst vor Kurzem renoviert wurde. Einige Termine werden telefonisch abgewickelt, andere verschoben. Auch das Gesundheitszentrum von Cala de Bou ist betroffen: Hier ist das Erdgeschoss überflutet, Mitarbeiter sind gezwungen, Wasser abzupumpen. Analysen werden kurzerhand in die erste Etage verlegt.
Zusätzlich bleibt die Straße zum Flughafen für mehrere Stunden gesperrt, nachdem der Tunnel von Can Musson unter Wasser steht. Straßenmeistereien lenken den Verkehr über Ausweichrouten, gleichzeitig ist auch der Kreisverkehr** von Jesús** zeitweise geschlossen. Behörden warnen vor erhöhter Unfallgefahr und rufen zu größter Vorsicht auf.
Auch im Luftverkehr gibt es massive Probleme: Ein Ryanair-Flug aus Madrid kann wegen der Gewitter mit Blitzen und heftigen Turbulenzen nicht in Ibiza landen und wird nach Palma umgeleitet. Mehr als hundert Passagiere verbringen die Nacht im Flughafen von Mallorca oder suchen sich auf eigene Faust eine Unterkunft, da die Airline keine Hotels organisiert. Besonders Familien mit kleinen Kindern geraten an ihre Grenzen. Viele Reisende kritisieren zudem die mangelnde Information und fehlende Unterstützung durch die Fluggesellschaft.
Hinzu kommen weitere Schäden: In der Schulkantine des Instituts Xarc bricht ein Teil der Decke ein.
Im Altenheim Can Raspalls tropfte Regenwasser durch die Zimmerdecken direkt auf Betten und Möbel.
Am Flughafen selbst bilden sich lange Taxischlangen, da Straßen blockiert sind und viele Anbindungen ausfallen.
Die Serie von Vorfällen macht deutlich, wie sehr die extremen Regenfälle das öffentliche Leben auf Ibiza und Formentera weiterhin lahmlegen.











