
Eine neue Segelyacht der Superlative ist derzeit vor Ibiza unterwegs: die Kokomo, 2010 von Alloy Yachts gebaut und 2018 modernisiert. Mit einer Länge von fast 60 Metern verfügt sie über die größte asymmetrische Segelfläche der Welt, deren Ausmaß fast einem halben Fußballfeld entspricht. Der Carbonmast ragt 74 Meter in die Höhe und gilt als der größte seiner Art, wie die Tageszeitung Diario de Ibiza berichtet.
An Bord finden bis zu zehn Gäste in fünf Kabinen Platz, betreut von einer ebenso großen Crew. Zudem bietet die Yacht eine breite Palette an Wassersportgeräten – von Kajaks und SUP-Boards über Wakeboards bis hin zu zertifizierten PADI-Tauchkursen.
Der Name Kokomo geht auf den verstorbenen Eigentümer Lang Walker zurück, Gründer der Walker Corporation. Inspiriert wurde er unter anderem vom gleichnamigen Song der Beach Boys, der eine paradiesische Insel beschwört. Walker erfüllte sich diesen Traum, indem er eine private Insel auf Fidschi kaufte und sie Kokomo nannte.
Technisch gilt die Yacht als wegweisend: Ihre Hubkiel-Konstruktion ermöglicht es, den Tiefgang von rund acht auf fünf Meter zu reduzieren, sodass auch flachere Gewässer befahrbar sind. Ihr enormer Mast macht jedoch die Durchfahrt durch den Panama- oder Suezkanal unmöglich, weshalb die Jungfernfahrt über den Pazifik führte.
Für ihr Design erhielt die Kokomo 2010 den Preis der International Superyacht Society (ISS) für das beste Segelyacht-Design über 40 Meter. Weitere Auszeichnungen folgten bei den ShowBoats- und World Superyacht Awards.
Obwohl sie nicht zum Verkauf steht, wird ihr Wert auf rund 33 Millionen Euro geschätzt. Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf etwa 3,2 Millionen Euro. Für Charter steht sie ab 240.000 Euro pro Woche zur Verfügung.













