
Französische Archäologen haben in einer Höhle auf der unbewohnten Felseninsel Cabrera Inschriften von Soldaten der napoleonischen Armee gefunden. Einem Bericht der Tageszeitung Diario de Ibiza zufolge handelt es sich dabei um einen „außergewöhnlichen Fund“, der in etwa 50 Meter Tiefe in einer Höhle im Nordwesten der Insel gemacht wurde. Auf der Mallorca vorgelagerten Insel starben nach Expertenschätzungen zwischen 1809 und 1814 etwa 4000 französische Soldaten. Vorausgegangen war die verlorene Schlacht von Bailén in Andalusien, in der ein Korps Napoleons gegen die spanische Armee unterlag. Die Sieger setzten daraufhin 12 000 französischen Kriegsgefangenen ohne Nahrungsmittel und Unterkunft auf Cabrera aus und überließen sie ihrem Schicksal. Der Leiter des Archäologenteams, Fréderic Lemaire, sagte gegenüber der Zeitung, dass es sich bei den Inschriften einerseits um die Namen der Gefangenen handele, anderseits um Hoffnung machende Sätze und Symbole. Für die Archäologen war es in diesem Jahr bereits die zweite Expedition nach Cabrera.












