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Transportwesen

Anwohner in Sant Antoni „not amused“ über Pläne zur Reaktivierung des Fährhafens

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Foto: Irene Arango

In den vergangenen Tagen hatten die zuständigen Behörden auf Ibiza und Palma durchblicken lassen, dass sie an der Idee des Fährunternehmens Baleària, den Hafen in Sant Antoni wieder für große Schiffe zu öffnen, wenig Gefallen finden. Zumal Baleària ohne vorherige Absprache die Routen Sant Antoni-Dénia und Sant Antoni-Palma kurzzeitig wieder auf seiner Internetseite ins Programm hievte (ILR berichtete) – und sich wenige Tages später gezwungen sah, kleinlaut zurückzurudern. Dieser Schritt, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera, habe nicht nur in den Amtsstuben der zuständigen Behörde Port de les Illes Balears für Verstimmung gesorgt.

Jetzt ging die Zeitung der Frage nach, wie die Bewohner der Gemeinde darüber denken. Ob diese gewillt seien, die seit Jahren herrschende Ruhe rund um den Hafen wieder aufzugeben. Die Antwort fiel – wenig überraschend – deutlich aus. „An oberster Stelle“, so die Anwohnerin Patricia Linero, sollte der Umweltschutz stehen. Konkret spielte sie mit ihrer Aussage auf die Seegraswiesen im Hafenbereich an, denen die Schiffsschrauben „stark zusetzen“. Für Patricia Ferrer ist vor allem der Lärm ein Dorn im Auge, den ein kommerzieller Hafen mit sich bringe. Irene Blasco sagte gegenüber der Zeitung, sie könne sich noch gut an das regelmäßige Verkehrschaos erinnern, das zwischen Hafen und Ausfallstraße nach Ankunft von Fähren und Frachtschiffen geherrscht habe.

Im Rahmen der freilich nicht repräsentativen Umfrage wurde der Zeitung zufolge deutlich, dass sich die Bewohner Sant Antonis kein Zurück in alte Zeiten wünschen. „Nachdem wir endlich erreicht hatten, dass der große Schiffsverkehr eingestellt worden ist“, fasste es Blasco zusammen, „sollte wir es auch dabei belassen“. Schließlich hätten gute Gründe vorgelegen, Fähren und Cargoschiffe aus dem Hafen zu verbannen.

Zur Erinnerung: Seit Mai 2022 dürfen im Hafen von Sant Antoni nur noch Schiffe anlegen, die eine Gesamtlänge von 65 Metern nicht überschreiten. Baleària spielt derzeit mit dem Gedanken, die Fähre Cecilia Payne (86 Meter) für Routen zum Festland und nach Mallorca bei den Behörden in Stellung zu bringen. Ein offizieller Antrag zur Betriebserlaubnis wurde Medienberichten zufolge von dem Unternehmen bereits eingereicht.

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