
Ein schwerer Diebstahl hat ein zentrales Projekt zum Schutz der einheimischen Bienen auf Ibiza massiv beschädigt. Unbekannte Täter plünderten mehrere Bienenstöcke eines Versuchsbienenstandes und brachten damit ein seit Jahren laufendes Vorhaben zur Erhaltung der lokalen Bienenpopulation in ernste Gefahr. Die Imkervereinigung spricht von einem Vorfall von „außergewöhnlicher Schwere“. Innerhalb von zehn bis fünfzehn Tagen wurden aus elf Bienenstöcken und dreizehn Ablegern sämtliche Brut und Honig entwendet. Die Täter gingen gezielt und mit Fachkenntnis vor, was auf eine geplante Aktion hindeutet. Vor Ort zurückgelassene Waben mit Mittelwänden gelten als klares Indiz für Erfahrung im Umgang mit Bienen. Die Folgen sind bereits deutlich spürbar: Mehrere Kolonien sind durch den Eingriff zusammengebrochen, weitere befinden sich in einem kritischen Zustand. Insgesamt sind bereits fünf Bienenstöcke und vier Ableger vollständig verloren. Experten befürchten weitere Verluste, da die geschwächten Völker kaum Überlebenschancen haben., so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera.
Der betroffene Bienenstand ist Teil eines seit 2018 laufenden Projekts zur Rettung der autochthonen Biene Ibizas, die als entscheidend für die Biodiversität und das ökologische Gleichgewicht der Insel gilt. Der Schaden gefährdet nicht nur einzelne Kolonien, sondern auch jahrelange Forschungsarbeit und Investitionen. Die Imker haben Anzeige beim Naturschutzdienst der Guardia Civil erstattet, der die Ermittlungen aufgenommen hat. Gleichzeitig richtet die Vereinigung einen Appell an Bevölkerung und Institutionen, bei der Aufklärung des Vorfalls zu helfen, da es sich um einen direkten Angriff auf das Naturerbe der Insel handele.















