
Die Feuerwehrleute von Ibiza haben in dieser Woche eine spezielle Schulung erhalten, um besser auf Einsätze mit Elektrofahrzeugen vorbereitet zu sein. Laut der Tageszeitung Diario de Ibiza fand das Training im Feuerwehrpark von sa Coma statt und wurde von einem Experten auf diesem Gebiet durchgeführt.
„Es geht nicht nur um Autos – auch Lastwagen, Kehrmaschinen, E-Scooter, Fahrräder und Motorräder gehören dazu“, erklärt José Antonio López, der an diesem Freitag offiziell sein Amt als neuer Feuerwehrchef antrat. Der Zeitpunkt der Schulung könnte kaum passender sein: Erst vor wenigen Tagen mussten die Feuerwehrleute im Hafen von Ibiza zwei brennende Fahrzeuge dieses Typs löschen – ein Auto und ein Motorrad.
Besonders herausfordernd seien laut dem zuständigen Conseller Ignacio Andrés die Batterien der Fahrzeuge: „Sie überhitzen leicht, lassen sich schwer löschen und können tagelang weiterbrennen. Deshalb braucht es besondere Techniken und ein genaues Verständnis der Fahrzeugstruktur.“ Unterrichtet wurden die Einsatzkräfte von Miguel Ángel Alfocea, Feuerwehrmann aus Murcia und landesweit anerkannter Spezialist für Elektrofahrzeug-Brände. Er reist durch Spanien, um Schulungen wie diese zu geben. Während die Teams die Technik und den Aufbau verschiedener E-Fahrzeuge – darunter auch ein Bus und ein Müllwagen – kennenlernen, betont López, wie wichtig es sei, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Alfocea macht den Feuerwehrleuten Mut: Fahrzeuge, die auf den Markt kommen, seien grundsätzlich sicher und entsprächen den geltenden Normen. Dennoch hätten Elektro- und Hybridfahrzeuge im Fall eines Unfalls oder Brandes besondere Eigenschaften, über die sowohl Nutzer als auch Einsatzkräfte Bescheid wissen sollten.
Im Ernstfall seien zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen nötig – etwa ein großer Sicherheitsradius und das schnelle Alarmieren des Notrufs 112, um weitere Gefahren, wie Zweitunfälle, zu vermeiden.
An diesem Freitag verfolgten rund zwanzig Feuerwehrleute aufmerksam die Schulung. Ein Satz des Experten dürfte ihnen dabei besonders im Gedächtnis bleiben: „Am Sicherungskasten wird nicht herumgefummelt.“ Ein geplanter Höhepunkt steht noch aus: Am Samstag soll – selbstverständlich unter strengsten Sicherheitsauflagen – ein kontrollierter Fahrzeugbrand demonstriert werden.














