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Lebenshaltungskosten

Aktuelle Tierseuchen beeinflussen Fleisch- und Eierpreise

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Zubereitete Spanferkelgerichte. / Foto: Rancho Grande, Diario de Ibiza

Mehrere Tierseuchen-Warnungen prägen derzeit die Lage in Spanien und Europa – mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise. Nach Informationen der Tageszeitung Diario de Ibiza sprach der balearische Generaldirektor für Landwirtschaft, Viehzucht und ländliche Entwicklung, Fernando Fernández, aber von einer insgesamt stabilen und unter Kontrolle befindlichen Situation auf den Balearen. Aktuell sind fünf Gesundheitsalarme aktiv: die Blauzungenkrankheit, die Vogelgrippe, die Afrikanische Schweinepest, die ansteckende noduläre Dermatitis sowie die epizootische hämorrhagische Krankheit, beide Letzteren betreffen Rinder. Diese Kombination sorge für große Verunsicherung im Viehsektor und für Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.

Auf die Frage nach den Folgen für die Preise erklärte der Generaldirektor, die Effekte seien unterschiedlich., je nach Produkt und Krankheit. So verzeichne Lammfleisch pünktlich zur Weihnachtszeit einen sehr starken Preisanstieg. Auch Eier hätten sich deutlich verteuert. Ein anderes Bild zeige sich hingegen beim Schweinefleisch, dessen Preise aktuell sinken. Ursache sei die starke Exportorientierung des Sektors. Handelsbeschränkungen und laufende Verhandlungen mit internationalen Märkten führten dazu, dass mehr Tiere im Binnenmarkt verblieben, was den Preisdruck nach unten erhöhe. Für die balearischen Schweinehalter erwartet die Landesregierung dennoch keine negativen Auswirkungen, da sie ihre bisherigen Preise voraussichtlich halten können. Zur Erklärung der aktuellen Lage verwies Fernández auf zwei zentrale Faktoren: den Klimawandel, der die Aktivität von krankheitsübertragenden Vektoren über längere Zeiträume begünstige, sowie die Globalisierung, die durch den intensiveren Personen- und Tierverkehr das Risiko der Einschleppung und Verbreitung von Krankheiten erhöhe.

Die Situation erfordere von den Behörden eine schnelle und flexible Reaktion. Man verfüge über kurze Reaktionszeiten und eine enge Koordination mit dem Sektor, um bei neuen Ausbrüchen rasch handeln zu können. Gleichzeitig äußerte der Generaldirektor Verständnis für die Belastung der Landwirte: Die Vielzahl an Warnungen verursache Unsicherheit, Nervosität und Frustration – Gefühle, die angesichts der aktuellen Lage nachvollziehbar seien.

 

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