
Im multikulturellen Viertel ses Figueretes in Ibiza herrschte am Sonntagabend große Anspannung infolge des Finales des Afrika-Cups der Nationen zwischen Senegal und Marokko. Laut Angaben der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera kam es in dem Viertel, in dem sowohl eine zahlreiche marokkanische als auch eine senegalesische Gemeinschaft lebt, zu einigen Zwischenfällen. Zur präventiven Gefahrenabwehr wurden mehrere Straßen gesperrt und mindestens 15 Beamte der Nationalpolizei eingesetzt.
Nach Angaben der Zeitung mussten Polizeikräfte in mehreren Bars eingreifen, in denen sich die verschiedenen Gemeinschaften versammelt hatten, um das Spiel zu verfolgen. Besonders angespannt verliefen die letzten Minuten der regulären Spielzeit. Ein umstrittenes, aberkanntes Tor für Senegal sowie ein anschließender Elfmeter zugunsten Marokkos heizten die Stimmung zusätzlich an. Zeitweise drohten die senegalesischen Spieler sogar, das Spielfeld zu verlassen.
Die Spannung übertrug sich auf die Anwesenden und eskalierte endgültig, als Brahim den Elfmeter verschoss. In einem der Bars kam es daraufhin zu überschwänglichem Jubel der senegalesischen Fans, der in das Werfen von Tischen und Stühlen umschlug. Dies machte ein Eingreifen der Nationalpolizei erforderlich. Mehrere Personen wurden wegen des Wurfs von Gegenständen identifiziert. Im weiteren Verlauf versuchten die Einsatzkräfte, die senegalesischen und marokkanischen Anhänger räumlich zu trennen, um eine weitere Eskalation zu verhindern. In der Verlängerung fiel schließlich das entscheidende Tor für Senegal, das der Mannschaft den kontinentalen Titel sicherte. Auch dieser Treffer löste nochmals eine Welle der Freude unter den senegalesischen Fans aus.










