
Krankenhäuser und Gesundheitszentren auf Ibiza und Formentera werden bei ihrem erneuten Streik nur mit Mindestdiensten wie an einem Feiertag arbeiten. Darüber berichtet die Tageszeitung Diario de Ibiza unter Berufung auf eine Mitteilung der balearischen Gesundheitsbehörde. Der Ärztestreik richtet sich gegen die geplante Reform des spanischen Estatuto Marco, das die Arbeitsbedingungen des medizinischen Personals regelt. Die Mindestbesetzung gilt von Montag, 16. März, 0.00 Uhr, bis Freitag, 20. März, 23.59 Uhr.
In den Krankenhäusern wird in Abteilungen ohne reguläre Feiertagsdienste mindestens ein Arzt pro Morgenschicht anwesend sein. In zentralen Diensten arbeiten etwa 30 Prozent des üblichen Personals, in einigen Bereichen wie Radiofísica sowie Hämatologie und Hämotherapie jedoch 50 Prozent. In Stationen mit stationären Patienten wird zusätzlich ein Facharzt pro Dienst eingeplant, in der Anästhesie sogar zwei.
Alle kritischen und dringenden Dienste bleiben vollständig in Betrieb. Dazu zählen unter anderem Onkologie, Notaufnahme, Dialyse, Tagesklinik und Krankenhausapotheke.
Auch in der Primärversorgung gelten Mindestbesetzungen. Jedes Gesundheitszentrum stellt morgens zwischen 8 und 15 Uhr mindestens einen Arzt und einen Kinderarzt. In größeren Zentren mit mehr als 20.500 registrierten Patienten arbeiten zwei Ärzte und ein Kinderarzt. Am Nachmittag sowie in den Notfallzentren (PAC) bleibt die medizinische Versorgung ebenfalls gewährleistet.
Parallel zum Streik sind für Montag und Donnerstag Protestkundgebungen vor mehreren Gesundheitszentren angekündigt. Bereits während der ersten Streikwoche kam es zu verschobenen Untersuchungen, Konsultationen und Operationen. Der Sprecher der Ärztegewerkschaft Simebal auf Ibiza, David Fernández, kritisierte in einem Video die ausbleibenden Verhandlungen mit dem spanischen Gesundheitsministerium.












