
Der anhaltende Ärztestreik auf Ibiza und Formentera hat zu erheblichen Ausfällen im Gesundheitswesen geführt. In der dritten Streikwoche wurden allein am Dienstag insgesamt 218 medizinische Termine und Eingriffe gestrichen, darunter Operationen, Untersuchungen und Sprechstunden. Konkret wurden laut Gesundheitsbehörde der Pityusen 15 Operationen sowie 73 diagnostische Tests und Facharzttermine abgesagt. Besonders betroffen war auch die Primärversorgung, wo 130 Konsultationen nicht stattfinden konnten.
Die Beteiligung am Streik sei weiterhin „sehr hoch“, betonte das Ärztegewerkschaft Simebal. Hintergrund ist der Protest gegen das geplante Rahmengesetz des spanischen Gesundheitsministeriums, das aus Sicht der Ärzte zentrale Probleme nicht löst. Neben täglichen Aktionen in den Kliniken sind weitere Proteste geplant, darunter eine Kundgebung am heutigen Mittwoch auf dem Vara de Rey in Ibiza. Ziel sei es, den Druck in einer aus Sicht der Ärzte entscheidenden Phase aufrechtzuerhalten. Die Gewerkschaft warnt vor einer zunehmenden Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, die bereits zu einer Abwanderung von Fachkräften ins Ausland, in die Privatmedizin oder in andere Regionen Spaniens geführt habe. Ohne ausreichend Personal seien Reformen wie eine Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden pro Woche nicht umsetzbar. Wie die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera berichtet, sehen die Ärzte den Personalmangel als zentrales Problem. Dieser wirke sich direkt auf die Versorgung der Patienten aus und erschwere nachhaltige Verbesserungen im öffentlichen Gesundheitssystem.















