
Der derzeitige Ärztestreik sorgt auf Ibiza und Formentera für erhebliche Unsicherheit bei Patienten mit geplanten Terminen oder Operationen. Laut Informationen der Tageszeitung Diario de Ibiza betrifft der Ausstand den Zeitraum vom 16. bis 20. Februar und kann den regulären Betrieb in Gesundheitszentren und im Krankenhaus Can Misses beeinträchtigen.
Das Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass vor allem geplante Konsultationen, nicht dringende Untersuchungen und aufschiebbare Operationen betroffen sein können. Viele Patienten hoffen auf eine telefonische Absage oder Bestätigung – doch in den meisten Fällen erfolgt keine vorherige Benachrichtigung. Ob ein Arzt tatsächlich streikt, steht erst zu Beginn des Arbeitstags fest.
In den Gesundheitszentren sind zwischen 8 und 15 Uhr Mindestdienste vorgesehen: mindestens ein Arzt und ein Kinderarzt pro Zentrum, bei größeren Einrichtungen zwei Ärzte. Patienten sollen zu ihrem Termin erscheinen und vor Ort klären, ob die Behandlung stattfindet. Fällt der Termin aus, gibt es zwei Möglichkeiten: Bei akuten oder ernsteren Beschwerden sollten Betroffene die Notaufnahme des Gesundheitszentrums aufsuchen. Handelt es sich um einen aufschiebbaren Termin, muss ein neuer Termin telefonisch, über die App oder direkt am Empfang vereinbart werden.
Im Krankenhaus Can Misses sowie im Hospital von Formentera gelten in lebenswichtigen Bereichen 100-prozentige Mindestdienste, darunter Onkologie, Intensivstation, Radiotherapie, Dialyse, Onkologische Chirurgie, Tagesklinik und Krankenhausapotheke. Diese Konsultationen und Eingriffe finden planmäßig statt. Andere Abteilungen arbeiten mit reduzierter Besetzung – teils mit 50 Prozent, teils mit einem Personalstand wie an Feiertagen. Auch hier gilt: Wer zwischen Montag und Freitag einen Termin, eine Untersuchung oder eine Operation hat, soll zur vorgesehenen Uhrzeit erscheinen, sofern keine ausdrückliche Absage erfolgt. Wird ein Eingriff oder Termin gestrichen, erfolgt die Neuterminierung automatisch durch das Krankenhaus. Die betroffenen Patienten werden in die nächstmögliche freie Lücke eingeplant. Eine sofortige Ersatzterminierung ist jedoch nicht garantiert.
Unabhängig davon bleiben die Notaufnahmen in Gesundheitszentren und Krankenhäusern voll besetzt. Bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustands wird empfohlen, die Notaufnahme aufzusuchen oder den Notruf 061 zu wählen. Zudem können Patienten Beschwerden über den Patientenservice oder online einreichen.












