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Streik

Ärzte-Streik: Wissenswertes über die medizinische Versorgung in dieser Woche

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Ärzte bei einer Demonstration der Ärztegewerkschaft gegen das vom Gesundheitsministerium vorgeschlagene Rahmenstatut. | Foto: Juanma Serrano, Periódico de Ibiza y Formentera

Die angekündigten Ärzteproteste auf den Balearen gehen in die vierte Woche. Der balearische Gesundheitsdienst IbSalut hat jetzt die Mindestversorgung für die Streiktage vom 18. bis 22. Mai festgelegt. Der Streik beginnt in der Nacht auf Montag um 0 Uhr und endet am Freitag um 23.59 Uhr. In Kliniken mit mehreren Schichten läuft der Ausstand jeweils ab Beginn der ersten Schicht am Montag bis zum Ende der letzten Schicht am Freitag – auch dann, wenn diese über Mitternacht hinausgeht.

Laut den festgelegten Regelungen sollen in allen wichtigen Bereichen der Gesundheitsversorgung weiterhin ausreichend Ärzte im Einsatz bleiben. Besonders in den Bereichen Onkologie, Hämatologie, Notaufnahme, Dialyse, Tagesklinik und Krankenhausapotheke wird die Versorgung vollständig aufrechterhalten. Auch laufende Krebstherapien und andere dringende Behandlungen sollen ohne Unterbrechung weiterlaufen. In medizinischen Fachabteilungen mit stationären Patienten wird zusätzliches Personal eingesetzt. In der Anästhesie sollen morgens sogar zwei zusätzliche Fachärzte verfügbar sein. In zentralen Krankenhausdiensten wie Radiophysik, Hämatologie oder Bluttransfusionen gelten besondere Quoten für die Mindestbesetzung. Auch in den Gesundheitszentren der Inseln wird die Versorgung eingeschränkt, aber gesichert. In der Primärversorgung muss tagsüber mindestens ein Arzt und ein Kinderarzt pro Zentrum anwesend sein. Größere Gesundheitszentren mit mehr als 20.500 registrierten Patienten benötigen zwei Ärzte und einen Kinderarzt.

Die Notfallversorgung über SUAP und den Rettungsdienst 061 bleibt dagegen vollständig besetzt. Dort gilt während des gesamten Streiks eine hundertprozentige Abdeckung. Der Ärzteverband Simebal-CESM hält laut der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera an den Protesten fest. Hintergrund ist die geplante Reform des sogenannten Estatuto Marco durch das spanische Gesundheitsministerium. Nach Angaben der Gewerkschaft habe es bislang keine ernsthaften Verhandlungen mit dem Streikkomitee gegeben. Während der gesamten Streikwoche sind zudem täglich um 8.30 Uhr Kundgebungen vor den Krankenhäusern der Balearen angekündigt. Damit soll die Arbeit der Ärzte unterstützt werden, die trotz Streiks die Mindestversorgung aufrechterhalten.

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