
Die wirtschaftlichen Schäden der schweren Überschwemmungen auf Ibiza übersteigen laut María Fajarnés, der zuständigen Referentin für Wirtschaftsförderung, 35 Millionen Euro. Allein die Stadt Ibiza meldete 29 Millionen Euro Schaden an das spanische Ministerium für territoriale Politik. In Sant Josep belaufen sich die Verluste auf vier bis fünf Millionen Euro, Santa Eulària gab eine Million Euro an, während Sant Joan 300.000 Euro bezifferte. Das Consell selbst rechnet ebenfalls mit Schäden über 300.000 Euro – genaue Zahlen werden laut der Tageszeitung Diario de Ibiza noch ermittelt.
Um die Betroffenen zu unterstützen, hat das Consell ein erstes Hilfspaket über fünf Millionen Euro aktiviert, finanziert durch die Balearen-Regierung und nicht rückzahlbar. Rund vier Millionen Euro gehen an Unternehmen, eine Million Euro an Privatpersonen, so die Tageszeitung Diario de Ibiza. Die Anträge können ab diesem Freitag, 5. Dezember, gestellt werden, der Stichtag ist der 8. Januar. Die Hilfen sind in zwei Bereichen organisiert: eine für Privatpersonen und eine für Selbstständige und kleine sowie mittlere Unternehmen. Die Beantragung ist online und persönlich im Sitz der Inselregierung möglich.
Höhe der Hilfen für Privatpersonen:
- bis zu 2.500 Euro für Schäden am Wohnraum
- für Fahrzeuge nur bei Totalschaden:
- 250 Euro für Mofas
- 750 Euro für Motorräder
- 1.500 Euro für Pkw oder Transporter
- 2.000 Euro für Fahrzeuge von Personen mit eingeschränkter Mobilität
Hilfen für Selbstständige und kleine und mittlere Unternehmen:
Diese decken bis zu 50 % der anerkannten Schäden, maximal 10.000 Euro. Erstattet werden u. a.:
- beschädigte Maschinen und technische Geräte (inkl. IT)
- Reparaturarbeiten in Betrieben
- Wasserentsorgung aus überfluteten Räumen
Nicht gedeckt sind Schäden an Firmenfahrzeugen.
Fajarnés erklärte, dass diese fünf Millionen eine „erste Hilfe“ darstellen, die möglichst noch dieses Jahr ausgezahlt werden soll. Die entscheidenden und umfangreicheren Hilfen würden jedoch vom spanischen Staat erwartet, sobald Ibiza offiziell als Katastrophengebiet deklariert wird.
Sollte auch nur eine Person leer ausgehen, betonten die Behörden, werde man zusätzliche Hilfsprogramme aktivieren.














