
Für die geplante Privatklinik vor den Toren Jesús‘ benötigt dessen Bauherr, der ibizenkische Pharmaunternehmer Juan Tur Viñas, augenscheinlich eine gut gefüllte Brieftasche. Allein für den Baubeginn, so die Tageszeitung Diario de Ibiza, würden 6,5 Millionen Euro an Steuern fällig werden – 4,7 Millionen davon wegen „atypischer Nutzung“ (aprovechamiento atípo) des Grundstücks, das als suelo rústico deklariert ist. Beide Steuern seien an die Gemeinde Santa Eulària zu entrichten. Dabei handelt es sich nach Informationen der Zeitung um Ausgaben in Höhe von zehn Prozent der gesamten Investitionskosten. 1,8 Millionen Euro stellt die Gemeinde für die Ausstellung der Baulizenz in Rechnung. Viñas‘ Unternehmen Iniciativas Médicas de Ibiza y Formentera hat noch bis Ende Dezember Zeit, von der ausgestellten Genehmigung Gebrauch zu machen.
Iniciativas Médicas de Ibiza y Formentera muss bei Gemeinde, Inselrat und Landesregierung allerdings um zahlreiche weitere Genehmigungen vorstellig werden. Etwa im Zusammenhang mit ersten archäologischen Fundstücken aus der Zeit der Phönizier, die das Amt für Denkmalschutz auf den Plan rief. Unabhängig davon lässt der Eigentümer der bislang einzigen Privatklinik Ibizas nichts unversucht, den Bau einer Konkurrenz mit juristischen Schachzügen zu verhindern.











