
Die Wohnungsnot auf Ibiza sorgt weiterhin für dramatische Einzelschicksale, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera. Ein in Kolumbien geborener Arbeiter, der mehrere Monate in einem Wohnwagen lebte, wurde innerhalb von weniger als neun Stunden mit zwei Bußgeldern von jeweils 30.000 Euro belegt. Darüber berichtet Der Mann hatte bis vor wenigen Tagen auf einem Gelände in Sa Joveria gelebt, das von der Stadt Ibiza geräumt wurde. Nach eigenen Angaben sei ihm von einem Beamten der Ortspolizei geraten worden, auf ein bewaldetes Gelände hinter einem Hotelkomplex in der Nähe von ses Salines auszuweichen. Mehrere Wohnwagen hätten daraufhin den Standort gewechselt. Nur wenige Stunden später kontrollierte jedoch die Ortspolizei von Sant Josep das Gebiet. Obwohl die Betroffenen erklärten, dass sie auf Empfehlung eines Polizeibeamten dorthin gefahren seien, erhielt der Kolumbianer eine erste Strafe über 30.000 Euro. Am nächsten Morgen folgte noch vor der Entfernung des Wohnwagens eine zweite Sanktion in gleicher Höhe. Besonders belastend sei für den Betroffenen die Sorge, dass die hohen Geldstrafen seinen laufenden Legalisierungsprozess als Einwanderer gefährden könnten. Nach den Vorfällen entfernte er den Wohnwagen und versucht seither, nicht mehr darin zu übernachten. Der Mann kritisiert die fehlenden Lösungen für Menschen, die aufgrund der angespannten Wohnsituation auf Ibiza in Wohnwagen leben. Seiner Ansicht nach könnten geeignete Flächen ausgewiesen werden, auf denen arbeitende Bewohner legal stehen und Steuern zahlen könnten. Viele Betroffene fühlten sich inzwischen verfolgt und wüssten nicht mehr, wie ihre Zukunft auf der Insel aussehen solle.











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