
Laut Informationen der Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera wächst die Zahl der in Tierheimen untergebrachten Tiere kontinuierlich – auch wegen der Wohnungskrise, die immer mehr Halter dazu zwingt, ihre Haustiere abzugeben. Im Centro de Protección Animal wurde am Freitag anlässlich des Internationalen Katzentages nichts Besonderes organisiert. „Für uns sind jeden Tag Katzen- und Hundetage“, erklärte Tierarzt Miguel Quiñones. Während andernorts der Aktionstag begangen wurde, verlief der Alltag in sa Coma wie gewohnt: Die Mitarbeiter kümmerten sich um die insgesamt 47 Katzen, die sich aktuell in der Einrichtung befinden.
Einige Tiere leben bereits seit Jahren im Heim. „Manche sind schon lange bei uns. Andere haben eine Erkrankung und bleiben deshalb in einem gesonderten Bereich. Außerdem betreuen wir viele junge Katzen, die neu angekommen sind und bei denen wir zunächst klären müssen, ob sie einen Besitzer haben“, so Quiñones. Mit den Jahren sei ein deutlicher Anstieg der dauerhaft verbleibenden Katzen festzustellen. Besonders schwierig sei die Vermittlung erwachsener Tiere. „Manche haben gesundheitliche Probleme, andere sind weniger sozial – entsprechend schwer ist es, eine passende Familie zu finden“, erklärte der Tierarzt. Als wesentlichen Faktor nennt Quiñones die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt. Viele Menschen müssten ihre Tiere abgeben, weil in neuen Mietverhältnissen keine Haustiere erlaubt seien.
Aufgrund der steigenden Zahl an Katzen wurden in den vergangenen Jahren Verbesserungen der Einrichtungen vorgenommen, damit die Tiere etwas komfortabler untergebracht sind.Dennoch stoße das Zentrum regelmäßig an seine Kapazitätsgrenzen. „Am Ende übersteigt die Zahl der Tiere immer wieder unsere Möglichkeiten“, sagte Quiñones. Wie bei den Hunden können auch bei den Katzen Freiwillige ins Tierheim kommen, um Zeit mit ihnen zu verbringen, mit ihnen zu spielen oder ihnen Gesellschaft zu leisten. Bei Hunden führe dies häufiger zu Adoptionen, da sie mit Ehrenamtlichen spazieren gehen. Bei Katzen sei dies schwieriger, auch weil viele Interessenten bereits eigene Tiere zu Hause hätten. Zum Internationalen Katzentag erinnerte Quiñones an die neue Tierschutzgesetzgebung, nach der ein Mikrochip verpflichtend ist. Viele Halter wüssten das noch nicht, dabei sei der Chip entscheidend, um ein Tier im Ernstfall seinem Besitzer zurückzuführen. Eine erfreuliche Nachricht gibt es dennoch: Die Katze White, die seit 2023 im Heim lebte, wurde kürzlich adoptiert.












