
Die Guardia Civil hat in Sant Josep einen 42-jährigen britischen Staatsbürger festgenommen. Bei einer Kontrolle entdeckten die Beamten in seinem Fahrzeug insgesamt 42 Flaschen mit Lachgas (Distickstoffmonoxid), die mutmaßlich für den illegalen Verkauf bestimmt waren. Der Vorfall ereignete sich am Montagabend im Rahmen eines Präventtiveinsatzes gegen Kriminalität. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten sieben große Kartons auf den Rücksitzen. Darin befanden sich neben den Lachgasflaschen auch Zubehörteile wie Ballons und Mundstücke, die üblicherweise für den Konsum der Substanz verwendet werden. Nach den Ermittlungen konnte der Fahrer keine gewerbliche oder berufliche Verwendung der Produkte nachweisen. Für die Beamten war dies ein Hinweis auf eine mögliche Vertriebsaktivität. Daraufhin wurde der Mann festgenommen und das gesamte Material sichergestellt. Die Guardia Civil weist darauf hin, dass der Konsum von Lachgas als Rauschmittel erhebliche Gesundheitsrisiken mit sich bringen kann. Zudem können Besitz und Verteilung von Betäubungsmitteln oder vergleichbaren Substanzen im öffentlichen Raum zu hohen Geldstrafen und in bestimmten Fällen auch zu strafrechtlichen Konsequenzen führen. Die Guardia Civil erinnert daran, dass bereits der Besitz von Drogen im öffentlichen Raum als schwerwiegende Ordnungswidrigkeit gilt. Liegen Hinweise auf Handel oder Verteilung vor, können die Ermittlungen zudem strafrechtliche Folgen nach sich ziehen, wie die Tageszeitung Diario de Ibiza informiert.
In einem anderen Artikel der Tageszeitung von heute bezeichnet die für Sicherheit zuständige Stadträtin von Sant Antoni, Neus Mateu, den Kampf gegen die Droge als eine der größten Herausforderungen für die Gemeinde. Solange die gesetzlichen Regelungen nicht verschärft würden, sei das Problem nur schwer in den Griff zu bekommen. Die Gemeinde prüfe deshalb, künftig nicht nur Verkäufer, sondern auch Konsumenten stärker zu belangen. Trotz zahlreicher Polizeieinsätze und Festnahmen würden manche Händler bereits kurze Zeit später wieder auf der Straße auftauchen. Die Behörden kündigten an, den Druck auf die Szene dennoch weiter aufrechtzuerhalten.















