
Ein Artikel des Vorsitzenden des mallorquinischen Gastgewerbeverbands CAEB Restauración löste eine hitzige Diskussion aus. Dieser hatte vor massenhaften Schließungen von Lokalen gewarnt. Als Gründe nannte er den Kaufkraftverlust der Touristen, gestiegene Flug- und Hotelpreise sowie explodierende Miet- und Rohstoffkosten für die Restaurants. Daraufhin teilte ein Nutzer der Plattform X eine Restaurantrechnung von 357,50 und löste eine hitzige Debatte aus. Der virale Post zählte zum Zeitpunkt der Berichterstattung rund 400 Kommentare, 1.000 Retweets und 3.000 Likes.
Der kritisierte Restaurantbesuch auf Formentera betraf eine Gruppe von sieben Personen. Auf der Rechnung finden sich unter anderem Kroketten für 9,50 Euro sowie eine weiße Sangría für 42 Euro. Besonders ironisch kommentierten Nutzer: „Weiße Sangría heißt wohl so, weil einem dabei das Blut in den Adern gefriert.“
Andere verwiesen auf das gehobene Niveau des Lokals: Es gehört einem prominenten Koch mit Michelin-Stern, dessen Restaurants für hohe Preise bekannt sind. Die Rechnung sei daher nicht überraschend. „Mitten im Naturpark, auf der teuersten Insel Spaniens, bei einem Sternekoch – natürlich ist das teuer“, schrieb ein Nutzer.
Einige Stimmen sahen dennoch in der Preisentwicklung eine Gefahr für den Tourismus. „Vielleicht hat die geringe Auslastung der Terrassen auch mit solchen Preisen zu tun“, hieß es in einem Kommentar.
Die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera hebt hervor, dass die Diskussion die Kluft zwischen touristischem Image und realem Konsumverhalten auf den Inseln verdeutlicht.












