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Aufgelesen: Was die Woche so bot

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Auf Ibiza wird allmählich das Trinkwasser knapp. Nein, ganz so prekär ist die Lage derzeit noch nicht, schließlich genießt die Insel gegenwärtig noch ihren wohlverdienten Winterschlaf. Von Menschenmassen noch keine Spur. Trotzdem haben sich die verantwortlichen Politiker in den vergangenen Tagen darauf verständigt, ein klein bisschen Alarm zu schlagen. Nicht zu viel, man will ja schließlich auch niemand verschrecken, potenzielle Urlauber schon gar nicht. Aber wer auf Ibiza wohnt, kommt in diesem Winter um eine Erkenntnis nicht herum: der Regen, der in der kühlen Jahreszeit eigentlich fallen sollte, bleibt weitgehend aus.

Nun sollen die Strandduschen im Sommer also trocken bleiben. Dies kündigten in der Vorwoche Inselratspräsident Vicent Marí und die fünf Bürgermeister der Insel an. Es sei ein „symbolisches Zeichen“, gestand Marí ein, man wolle damit die Menschen zu einem bewussteren Umgang mit dem kostbaren Gut Trinkwasser anregen. Die Badegäste werden es überleben, so ein bisschen Salzwasser auf der Haut trägt womöglich zu einem authentischen Urlaubsfeeling bei.

Gleichzeitig kündigte die balearische Regierungschefin Marga Prohens (wie Marí der Volkspartei PP zugehörig) an, möglichst schnell den Ausbau der drei Entsalzungsanlagen voranzutreiben. Sogar eine vierte stehe schon auf der Wunschliste, ihr Standort soll einmal Sant Josep sein. Konkrete Zeitfenster nannte Prohens freilich nicht – weder für den Ausbau noch für die vierte Anlage.

So weit, so gut, dass am Horizont eine Sommerdürre lauert, ist so abwegig nicht. Ob dafür der Klimawandel verantwortlich gemacht werden kann, wird sich zeigen. Allerdings versickern auf Ibiza Tag für Tag Tausende von Liter Trinkwasser ungenutzt im Erdreich. Schuld daran sind die zahllosen Lecks veralteter Leitungen, das geben sogar die Rathäuser zu. Da mag sich so mancher fragen, ob es nicht sinnvoller wäre, erstmal dort anzusetzen. Dass kostbares Trinkwasser Würmern als Pool dient, wird selbst ein Umweltfrevel nicht verstehen. Eine weitere Entsalzungsanlage lässt sich fototechnisch natürlich besser vermarkten, kostet den Steuerzahler aber vermutlich auch deutlich mehr.

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