
Der Inselrat von Ibiza will rund 12 Millionen Euro an direkten Hilfen mobilisieren, um die wirtschaftlichen Folgen des aktuellen Konflikts abzufedern. Die Maßnahmen richten sich an Familien, Unternehmen und den primären Sektor der Insel. Die Gelder sollen gezielt eingesetzt werden, um die Belastungen und die wirtschaftlichen Folgen für die Bevölkerung zu mildern, so die Tageszeitung Periódico de Ibiza y Formentera. Die Hilfen werden in drei zentrale Bereiche gegliedert: Unterstützung für Familien und soziale Einrichtungen, Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie Maßnahmen für Landwirtschaft und Fischerei. Parallel arbeitet die Inselregierung daran, bestehende Programme anzupassen und zusätzliche Mittel bereitzustellen, um möglichst schnell reagieren zu können.
Bereits beschlossen ist eine erste Aufstockung im Sozialbereich: 600.000 Euro fließen zusätzlich in Maßnahmen für besonders betroffene Gruppen. Insgesamt stehen in diesem Bereich rund 7 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, insbesondere die soziale Unterstützung zu stärken und die Lebenssituation vulnerabler Gruppen zu stabilisieren. Auch kleine und mittlere Unternehmen sollen stärker unterstützt werden. Die ursprünglich vorgesehenen 750.000 Euro könnten um bis zu 50 Prozent erhöht werden. Geplant sind unter anderem Programme zur Förderung des lokalen Handels und zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe.
Für den primären Sektor sind ebenfalls zusätzliche Maßnahmen vorgesehen. Neben den bereits eingeplanten 2,4 Millionen Euro könnten weitere 300.000 Euro bereitgestellt werden, um gezielte Hilfen etwa für landwirtschaftliche Betriebe zu ermöglichen. Damit reagiert der Consell auf steigende Kosten und strukturelle Herausforderungen im Agrarsektor. Die Inselregierung betont, dass es vor allem auf schnelle und wirksame Unterstützung ankomme. Gleichzeitig sollen die lokalen Maßnahmen die angekündigten Hilfen von Staat und Balearenregierung ergänzen. Ziel sei es, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts möglichst direkt bei den Betroffenen abzufedern und langfristige Schäden zu begrenzen.











